Leitartikel

Letzter Eintrag : 11. Dezember.

Unser Leitartikel:
Der 11. September

In den USA wird der 11. September in diesem Jahr als »Tag der Freiwilligenarbeit und der Erinnerung« begangen. Die Obama-Regierung nimmt demonstrativ Abstand von den nationalistischen Versammlungen der Bush-Zeit mit Fahnenschwenken und Strammstehen. Dennoch wird nicht nur in den USA, sondern ganz sicher auch in den Ländern Westeuropas wieder einmal die Chance genutzt, auf die Opfer der bösen islamistischen Terroristen hinzuweisen. Die Bilder der einstürzenden Türme des World Trade Center in New (...)

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Unser Leitartikel:
Warten auf das »Paket gegen die Jugendarbeitslosigkeit«

Zwei Wochen nach Schulschluss waren beim Arbeitsamt 2.093 Jugendliche unter 26 Jahren eingeschrieben, und man darf davon ausgehen, dass die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeit während der nächsten Monate weiter zunehmen wird. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass zahlreiche Jugendliche sich mit Verspätung einschreiben werden, sondern wird auch darauf zurückzuführen sein, dass Betriebe, die infolge der kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten kommen, oft erst jene (...)

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Unser Leitartikel:
Die politische Rentrée steht an

Der Sommerurlaub neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Dies zeigen sowohl der wieder dichter werdende Berufsverkehr, wie auch die zunehmenden Aktivitäten auf Baustellen, wo die Arbeiten nach dreiwöchigem Kollektivurlaub wieder aufgenommen wurden. Auch in den anderen Wirtschaftssektoren, wo nicht nach dem Prinzip des kollektiven Stillstands verfahren und im Sommer nur eine langsamere Gangart eingelegt wird, drehen die Motoren – wenn nicht vom Pleitegeier heimgesucht – wieder (...)

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Unser Leitartikel:
Kriegsverbrecher

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 behaupteten dem Präsidenten Bush nahestehende Kreise, die USA seien von Afghanistan angegriffen worden. Das genügte, um mit der stärksten Militärmacht der Welt in das Land am Hindukusch einzumarschieren und dort einen Krieg vom Zaun zu brechen, von dem jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, daß er nicht zu gewinnen ist. Inzwischen spricht auch niemand mehr von dem damaligen »casus belli«. Heute reden Politiker – ebenfalls wider besseres Wissen – von der (...)

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Unser Leitartikel:
Von »bösen« Finanzjongleuren und »guten« Politikern

Die eigentlich Schuldigen der heutigen kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise halten jetzt Gericht über die Finanzjongleure, die »Stock jobbers«, wie Marx sie schon nannte. Sie sollen die Verursacher dieser Krise sein und daher dem Volkszorn preisgegeben werden. Dabei taten sie nichts anderes, als die Möglichkeiten auszunutzen, die ihnen die bürgerlichen Regierungen eröffneten.
Der Deregulierungs- und Privatisierungswahn, die Öffnung der unkontrollierten globalen Finanzmärkte, die (...)

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Unser Leitartikel:
Krise des Systems

Was vor einem Jahr als Bankenkrise begann, inzwischen globale Finanz- und Wirtschaftskrise genannt wird, hat sich zu einer handfesten Krise des kapitalistischen Systems gemausert. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, daß dieses System nicht nur abgewirtschaftet hat, sondern wirklich nicht mehr zu retten ist.
Die Herrschenden in den Chefetagen der Banken und Konzerne wollen uns nun mit Hilfe ihrer Handlanger in den Chefetagen der bürgerlichen politischen Parteien und der Ministerien ein Bild (...)

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Unser Leitartikel:
Nach lange kein Ende der Krise

»Mehr Umsatz trotz Krise«, »Unternehmen sind wieder optimistisch«, »Ende der Rezession in Sicht«, »Baldige Rückkehr des Wirtschaftswachstums« hieß es während der vergangenen Wochen in der Luxemburger Presse. Offensichtlich ist man darum bemüht, zur »Rentrée« Optimismus zu verbreiten.
Natürlich hören die Menschen lieber gute als schlechte Nachrichten und viele verbinden mit einem möglichen Ende der Krise die Hoffnung, dass es ihnen finanziell wieder besser gehen wird und es leichter sein wird, Arbeit zu (...)

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Unser Leitartikel:
Schaffende endlich besser absichern

Im Juli 2006 wurden bei Monopol Scholer endgültig die Lichter ausgeschaltet. Durch die Schließung des traditionsreichen Hauses war damals 262 Beschäftigten der Stuhl vor die Tür gesetzt worden. 12 Monate später waren trotz aller Versprechen noch 171 Mitarbeiterinnen ohne Job. Heute, drei Jahre nach Einstellung aller Geschäftsaktivitäten, sind es immerhin noch um die 100 ehemalige Verkäuferinnen, die ohne feste Anstellung sind.
Die Schließung der Supermärkte Boon liegt nicht so lange zurück. Und (...)

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Unser Leitartikel:
Mauschelei mit dem Wählerwillen

Jenseits der Mosel haben die großen Parteien wieder ihre große Kungelei mit dem Willen der Wähler begonnen. Man könnte meinen, sie legen es darauf an, den alten Spontispruch »Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten« mit allen Mitteln zu bestätigen.
In drei Ländern der BRD wurden am Sonntag die Landtage neu gewählt. Dabei stellte sich heraus, daß fast überall die meisten Wähler die Schnauze voll haben von dem korrupten System, mit dem sie beherrscht werden, und von den Politikern, die jenes System (...)

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Unser Leitartikel:
Klassenkampf statt Konjunkturpropaganda

Nach der Sitzung des Konjunkturkomitees versuchte Wirtschaftsminister Krecké erneut, den Aufprall nach dem ökonomischen Sturzflug der vergangenen Monate in eine wirtschaftliche Erholung umzudeuten. Doch die von Krecké seit Monaten beschworenen »ersten Anzeichen der Besserung« stellen sich bei einem genaueren Hinsehen als Halluzinationen heraus. So mag es zwar sein, daß die US-amerikanische Industrieproduktion im Juli um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt hat. Im Jahresvergleich ist die (...)

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