Leitartikel

Letzter Eintrag : 11. Dezember.

Unser Leitartikel:
Die Gretchenfrage für Syrien

Seit nunmehr über zwei Jahren hören wir von den Oberen in der Europäischen Union und in diversen Regierungen, daß es dringend notwendig sei, die »Flüchtlingswelle« einzudämmen, indem »die Fluchtursachen« bekämpft werden. Nur hat sich bisher niemand von diesen Damen und Herren der Mühe unterzogen, die wirklichen Ursachen für die Massenflucht von Menschen aus dem Nahen Osten, aus Asien und Afrika in Richtung des gelobten Landes namens »Europa« anzuerkennen.
Denn es liegt auf der Hand, daß die erste und (...)

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Unser Leitartikel:
Ein Sturm im Wasserglas ist noch keine Mindestlohnerhöhung, Herr Spautz

Anfang dieser Woche kam es zu einem Sturm im Wasserglas, als CSV-Präsident Marc Spautz den Präsidenten der Patronatsvereinigung UEL, Michel Wurth, hart ins Gebet nahm, weil der den Mindestlohn »Quatsch« genannt haben soll.
Die UEL teilte anschließend mit, die Aussage ihres Präsidenten sei aus dem Zusammenhang gerissen worden. Nun mag das in dem Fall vielleicht sogar stimmen, aber das ändert natürlich nichts daran, dass die verschiedenen Patronatsvereinigungen, einschließlich der UEL, in der (...)

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Unser Leitartikel:
»Digitale Revolution« für den sozialen Roll-Back?

Bei den rezenten Parlamentswahlen in Deutschland konnte neben der erstmals im Reichstag vertretenen rechtsradikalen AfD eine weitere radikale Partei in den Bundestag zurückmelden, die es mit einem Ein-Mann-PR-Wahlkampf geschafft hat, auch unzählige Stimmen von Lohnabhängigen einzuheimsen: Die FDP. Diese Schwester-Partei der hiesigen DP besticht, wie Letztere auch, in erster Linie durch eine neoliberale, marktradikale Einstellung, kaschiert von einem »Verbraucherschutz«-Mäntelchen.
Ihre Ziele (...)

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Unser Leitartikel:
Pflegeheime als Profitmaschinen

Schon wieder Sodexo. Es verwundert nicht, daß der französische Privatkonzern zu den fünf Betreibern von Altenpflegeeinrichtungen gehört, die sich weigern, die erst im Sommer kollektivvertraglich vereinbarten Karriereaufwertungen umzusetzen. Schon vor sieben Jahren war der Betreiber des Bettemburger Pflegeheims »An de Wisen« treibende Kraft hinter der Entscheidung des Patronats in der Altenpflege, die Krankenhausföderation FHL zu verlassen, um den Neueingestellten gemäß des neuen Kollektivvertrags (...)

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Unser Leitartikel:
Schmierentheater in Washington

Beinahe könnte man es mit der verbissenen Suche nach »Unamerikanischem Verhalten« in den 50er Jahren vergleichen, was heute in Washington grassiert. Bei dem – höchst begrüßenswerten – Versuch, das Weiße Haus vom amtierenden Präsidentendarsteller Donald Trump zu befreien, greifen die Akteure allerdings zu untauglichen Mitteln.
Daß Donald Trump aller Wahrscheinlichkeit nach der schlechteste aller bisherigen Präsidenten ist, steht außer Frage. Daher ist es folgerichtig, auf ein möglichst vorzeitiges Ende (...)

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Unser Leitartikel:
Nicht das Ende der Geschichte

»Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte« schrieb Karl Marx in seinem Werk »Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848-1850«. In diesem Sinne war die Oktoberevolution, an deren Erfolg mehrere politische Parteien und große Teile der russischen Arbeiterklasse und der Armee mitwirkten, nicht nur das wichtigste Ereignis des 20. Jahrhunderts, sondern gleichzeitig der bisherige Höhepunkt in der Reihe der großen Revolutionen in der modernen Geschichte, angefangen bei der englischen Revolution von (...)

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Unser Leitartikel:
Das Pippi-Langstrumpf-Prinzip

Ein bißchen wirkte die unter anderem für Wirtschaft zuständige LSAP-Staatssekretärin Francine Closener wie Pippi Langstrumpf, als sie am Montag zusammen mit Statec-Direktor Serge Allegrezza die Bilanz 2017 des »Observatoire de la compétitivité« präsentierte: »Ich mach mir die Welt / widdewidde, wie sie mir gefällt.«
Nachdem der vor nunmehr 13 Jahren vom neoliberalen französischen Ökonomen Lionel Fontagné im Auftrag des damaligen LSAP-Wirtschaftsministers Jeannot Krecké eigens für Luxemburg entworfene (...)

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Unser Leitartikel:
Kriegsspiele im Osten

Der zivile Chef der NATO, Generalsekretär Jens Stoltenberg, hat sich in der vergangenen Woche beim Versuch eines Neuanfangs des sogenannten NATO-Rußland-Rates bitter beklagt über das Manöver »Westen«, bei dem russische Truppen gemeinsam mit belorussischen Einheiten im Westen Rußlands und Belorusslands trainiert hatten. Die NATO wirft den russischen »Partnern« vor, die Zahl der teilnehmenden Soldaten und Offiziere zu niedrig angegeben zu haben, um dadurch zu vermeiden, gemäß den Regeln der (...)

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Unser Leitartikel:
Schaffende sind kein Freiwild

Damit der Profit stimmt, wird den arbeitenden Menschen heutzutage alles nur Erdenkliche abverlangt – zunehmende Flexibilität, längere Arbeitszeiten, weniger Pausen, schlechtere Arbeitsbedingungen, usw. … Wer nicht mitzieht, riskiert auf der Strecke zu bleiben. Erwerbstätigen, die dem zunehmenden Druck, dem innerbetrieblichen Konkurrenzkampf oder dem allgegenwärtigen Stress nicht gewachsen sind, werden kaum Chancen eingeräumt, dem »Betriebsinventar« über einen längeren Zeitraum anzugehören. Erst (...)

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Unser Leitartikel:
Mangel im Luxus

Viele Patienten aus Luxemburg weichen in den letzten Monaten für medizinische Untersuchungen in die Nachbarländer, etwa nach Trier oder Bitburg in Deutschland aus und das, obwohl das Gesundheitsministerium keine Möglichkeit ungenutzt läßt, auf den absoluten medizinischen Luxus zu verweisen, mit welchem Patienten hierzulande gesegnet seien. Natürlich sind die Standards der medizinischen Versorgung grundsätzlich hoch. Jedoch zeigt sich, daß sie dem massiven Bevölkerungszuwachs, der ja politisch (...)

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