Leitartikel

Letzter Eintrag : 18. Oktober.

Unser Leitartikel:
Stahlindustrie: Wie lange noch…

Mehr als 15.600 Arbeitsuchende und fast 11.000 Kurzarbeiter – Tendenz langfristig steigend. Noch sind es in erster Linie Grenzgänger und in Luxemburg lebende ausländische Mitbürger, die am schlimmsten von den Folgen der katastrophalen Situation auf dem Arbeitsmarkt betroffen sind, doch mehren sich die Anzeichen dafür, dass der große Knall, ausgelöst durch die kapitalistische Finanz- und Wirtschaftskrise, noch bevorstehen wird. Andeutungen dazu waren im letzten Bericht der Zentralbank zu lesen und (...)

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Leute, kauft Kämme?

Auch wenn die angehenden Koalitionspartner gute Mine zum bösen Spiel machen und Premierminister Juncker in seiner Rolle als Formateur einer neuen Regierung meint, alles laufe »wie geschmiert«, stehen die Zeichen in Wirklichkeit auf Sturm.
Anders als die Propagandisten des Kapitalismus es gerne gesehen hätten, ist die Finanz- und Wirtschaftskrise keine Erfindung der Kommunisten, sondern knallharte Realität, herbeigeführt durch die Jagd des Kapitals nach Maximalprofiten, die einhergeht mit einer (...)

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Unser Leitartikel:
Weichenstellung am Ural

In Jekaterinburg am Ural wurden am Dienstag dieser Woche die Weichen für eine multipolare Weltordnung gestellt. Nicht nur daß in der zu Sowjetzeiten Swerdlowsk genannten Industrie- und Universitätsstadt die Staatschefs der 2001 gegründeten Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO) zu einem weiteren Gipfeltreffen zusammenkamen. Direkt im Anschluß fand zudem der erste offizielle Gipfel der sogenannten BRIC-Staaten statt.
Zwar wurde Rußland 1998 in die elitäre G7 aus USA, Japan, Deutschland, (...)

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Rote Linien sieht man besser

Gleich zu Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen CSV und LSAP machte die größte Gewerkschaft aus dem Privatsektor deutlich, dass sie während der nächsten Jahre keinen Sozialabbau dulden werde. Gewisse »rote Linien« dürften nicht überschritten werden, meinte der OGBL-Präsident. Es dürfe nicht zu Leistungsverschlechterungen oder einer Erhöhung von Eigenbeteiligungen bei der Krankenkasse kommen, im Bereich der Pflegeversicherung müsse der Staat weiter in der Pflicht bleiben, und das automatische (...)

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Gegen den Willen des Ladenpersonals?

Seit gestern wird über eine Weiterführung der seit Sommer 2004 bestehenden Regierungskoalition verhandelt. Tags zuvor schon hatte sich die »Confédération luxembourgeoise du commerce« (»clc«) zu Wort gemeldet und ihre Vorstellungen an beide Parteien gerichtet. Aus grundlegend Neuem bestehen ihre Wünsche allerdings nicht. Einmal abgesehen davon, dass der Handelsverband den Mittelstand in das Wirtschaftministerium eingegliedert sehen möchte und für die Schaffung von Abteilungen für Markterkundung und (...)

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Im Lügengespinst

Daß es unsere führenden Politiker mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, ist hinreichend bekannt. Wer die Slogans und die »richtungweisenden« Aussagen der Oberstrategen der bürgerlichen Parteien im Wahlkampf ein wenig genauer untersucht, wird in ein Meer von Lügen eintauchen. Und diese Leute gehören sogar zu einer christlichen Glaubensrichtung, deren oberster Chef per Gebot das Lügen verbietet. Da haben die Katholiken wirklich Glück, denn ihnen bleibt ja die Beichte, um straffrei auszugehen.
Viel (...)

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Wer trifft die wichtigen Entscheidungen?

Als der Spitzenkandidat der KPL seinem Gegenüber von der LSAP am 29. Mai in einem Rundtischgespräch auf RTL-Tele Lëtzebuerg den Vorwurf machte, die CSV/LSAP-Regierung und ihre Parlamentsmehrheit hätten 2006 den Index manipuliert, hatte Jean Asselborn abgewinkt und gemeint, nicht die Regierung, sondern die Tripartite habe die Indexmodulation beschlossen.
Nun weiß natürlich jeder (oder sollte es zumindest wissen), dass die Tripartite kein gewähltes Gremium ist, im Gegensatz zum Parlament, auf dessen (...)

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De Mënsch virum Profit!

Am Sonntag wurde gewählt, und noch vor den Sommerferien soll die neue Regierung stehen. Die Zeit der vielen Wahlversprechen ist demnach passé. Doch die vielen Probleme sind geblieben.
Nach wie vor haben zunehmend mehr Haushalte allergrößte Schwierigkeiten, um über die Runden zu kommen. Und zwar in einem Ausmaß, dass sich aufgrund des im April 2006 in der Tripartite beschlossenen Sozialabbaus und den Folgen der anschließenden Finanz- und Wirtschaftskrise zahlreiche Familien nicht einmal mehr das (...)

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Enttäuschte Hoffnungen

In einer AP-Meldung über das Angebot des winzigen, erst 1994 aus US-amerikanischer »Treuhandschaft« entlassenen Inselstaates Palau, bis zu 17 chinesische Bürger muslimischen Glaubens aus dem US-Sonderlager Guantánamo vorübergehend aufzunehmen, heißt es: »Die USA wollen die Uiguren nicht in ihre Heimat China zurückschicken, weil ihnen dort nach Einschätzung Washingtons Folter und Hinrichtung drohen könnten.«
Solche »Einschätzungen« kommen von einer US-Administration, die vor zwei Wochen im Kongreß mit (...)

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Unser Leitartikel:
Das System »Europa«

Der größere Teil der stimmberechtigten Einwohner der EU-Länder hat am vergangenen Wochenende deutlich seine Meinung über das zum Ausdruck gebracht, was vor allem bürgerliche Journalisten und EU-Bürokraten gern als »Europa« bezeichnen. Nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten – genauer: nur 43,09 Prozent – war bereit, an der Auswahl von künftigen »EU-Parlamentariern« zu teilzunehmen.
Die Teilnahme an einer Wahl ist einer der wichtigsten Gradmesser um herauszufinden, welche Meinung die Menschen zu (...)

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