Leitartikel

Letzter Eintrag : 18. Oktober.

Unser Leitartikel:
Symbolträchtig

In der Tat ist das ehemalige Gelände der WSA, auf welchem die LSAP diese Woche ihre Schwerpunkte in Sachen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik vorstellte, symbolträchtig – doch nicht in positivem Sinn.
In den 70er Jahren, als die ARBED in den Hüttenwerken Tausende von Arbeitsplätzen wegrationalisierte, gehörte die LSAP zu jenen politischen Parteien, die diesen Abbau begleiteten, ohne zu versuchen, sich dem Kahlschlag zu widersetzen oder ernsthafte Alternativen vorzulegen.
Die von den (...)

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Unser Leitartikel:
Kapital ist nie sozial

Der 1. Mai und die bevorstehenden Wahlen machen wieder einmal mehr als deutlich, daß in der Gewerkschaftsbewegung und in verschiedenen linken und »linken« Strömungen eine Menge Illusionen, Irrtümer und Fehlorientierungen vorherrschen. Deutsche Gewerkschafter verbreiten die irreführende Losung, die Reichen müßten ein wenig von ihrem Reichtum abgeben, um ihrer »sozialen Verantwortung« gerecht zu werden. In Luxemburg gab sich sogar der LCGB-Präsident als kämpferischer Arbeiterführer und warf der (...)

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Unser Leitartikel:
Vive den 1. Mee

Ursprünglich diente der 1. Mai den Arbeitern nicht nur dazu, ihre sozialen Forderungen auf die Straße zu tragen, für mehr Lohn, bessere Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsfreiheit zu demonstrieren, sondern auch, ihre Bereitschaft zu bekunden, sich für die Abschaffung der kapitalistischen Ausbeuterordnung einzusetzen.
Heute beschränken sich viele darauf, statt an gewerkschaftlichen Kundgebungen und Demonstrationen teilnehmen, ins Grüne zu fahren und Freizeitgestaltung zu betreiben, so als seien (...)

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Unser Leitartikel:
Soziale Unruhen?

In unserem Nachbarland jenseits der Mosel ist eine Diskussion entbrannt, deren Wortwahl die verzweifelte Lage in dieser aktuellen Krise kaum besser beschreiben könnte. Der sozialdemokratische Gewerkschaftsführer Michael Sommer hatte Mitte der vergangenen Woche ein heißes Eisen angefaßt, als er in einem Interview die zu erwartenden Massenentlassungen als eine »Kampfansage an die Belegschaften und die Gewerkschaften« bezeichnete und hinzufügte: »Dann kann ich soziale Unruhen auch in Deutschland nicht (...)

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Wohnungsbau: Welche Prioritäten?

Weil in Luxemburg Wohlhabende Wohnungen für Wohlhabende bauen, hat das zur Folge, dass immer mehr Arbeiter und Angestellte – und in zunehmendem Maße junge Menschen – finanziell nicht in der Lage sind, sich ein Eigenheim anzuschaffen. Dieses Problem nahm während der letzten Jahre immer größere Ausmaße an.
Und dann gibt es im Wohnungsbereich ein zweites Problem, das immer mehr Menschen zu schaffen macht: Tausende mit bescheidenem Einkommen finden keine ihrem Familienstand entsprechende Mietwohnung, (...)

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25 de Abril: Wer hat uns verraten?

Die Wirtschafts- und Sozialordnung beruht auf der Entwicklung sozialistischer Produktionsverhältnisse, durch den Übergang der wichtigsten Produktionsmittel, des Grund und Bodens und der Naturschätze in Gemeineigentum sowie die Ausübung der demokratischen Macht der Werktätigen. (…) Durch die Umwandlung der kapitalistischen Produktions- und Akkumulationsverhältnisse muß die wirtschaftliche und soziale Ordnung des Landes durch den Plan gelenkt, koordiniert und diszipliniert werden.
Aus der am 2. (...)

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Unser Leitartikel:
Mit Karl May aus der Krise?

Wer vom Chef der CSV/LSAP-Regierung erwartet hatte, er werde in der Erklärung zur wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Lage des Landes Wege aus der Krise aufzeichnen, wurde enttäuscht. Doch diese Enttäuschung hätten viele Menschen sich ersparen können, würden sie im Premierminister nicht eine politische Variante des »Superjhemp« sehen.
Juncker selbst hatte mit seinem Auftreten immer wieder zu dieser Verklärung beigetragen. Wer erinnert sich beispielsweise nicht an seinen markigen Spruch, man (...)

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Unser Leitartikel:
»Flexicurity« muss vom Tisch!

Wenn aufgrund der Finanz-, Wirtschafts- und Systemkrise die Diskussion über »Flexicurity« seit Monaten auch etwas in den Hintergrund geraten ist, so wäre es allerdings naiv zu glauben, das Thema wäre vom Tisch. Dabei muss Flexibilität am Arbeitsplatz nicht erst erfunden wären. Sie ist längst bittere Realität. In einigen Sektoren mehr, in anderen weniger. Wobei die zahlreichen Unannehmlichkeiten allesamt voll zu Lasten der Schaffenden gehen.
Fakt ist, dass heute jeder, der auf der Suche nach Arbeit (...)

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Unser Leitartikel:
Tödliche Patente

So wie die Tatsache, daß jeder siebte der derzeit etwa 6,75 Milliarden Erdbewohner permanent schwerstens unterernährt ist, obwohl die heutige Landwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, gehört es zur perversen Logik des kapitalistischen Profitsystems, daß die dringliche Behandlung von Millionen Patienten in aller Welt nicht an der Verfügbarkeit von Medikamenten, sondern an hohen Preisen scheitert.
Aufgrund langjähriger Patente können die Hersteller von Markenpräparaten wahre (...)

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Unser Leitartikel:
Der Kapitalismus ist nicht zu retten

Während der Systemauseinandersetzung mit der Sowjetunion hatte der Kapitalismus manche sozialen Zugeständnisse machen müssen, um sich als das »bessere System« hinzustellen und die schaffenden Menschen davon abzuhalten, grundlegende Veränderungen in den bestehenden Ausbeuter- und Besitzverhältnissen vorzunehmen.
Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte der Kapitalismus allerdings alles daran, sich so schnell wie möglich von seinem sozialen Mäntelchen zu befreien. Gesetzliche Hindernisse, die dem (...)

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