Leitartikel

Letzter Eintrag : 18. Mai.

Unser Leitartikel:
Es geht noch lange nicht besser

Hatte sich die kapitalistische Finanz- und Wirtschaftskrise zu Beginn des Sommers in den Sommerurlaub verabschiedet? Waren etwa für die Dauer der Schönwetterperiode der in den Betrieben rücksichtslos wütende Rotstift in die unterste Schublade verstaut, die Angriffe auf die Löhne gestoppt, die Entlassungen ausgesetzt und der Pleitegeier auf später vertröstet worden? Keineswegs.
Nichtsdestotrotz wurde die neue Parlamentssession erst gestern auf Krautmarkt eröffnet. So als wenn es die dunklen Wolken (...)

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Unser Leitartikel:
Von Preisen und Bomben

Mit den Auszeichnungen ist es wie mit den Bomben, sagt eine alte Weisheit: Fast immer trifft es die Unschuldigen. Das norwegische Komitee, das für die Vergabe der Friedenspreise zuständig ist, hat es aber auch nicht leicht. Man muß schon eine Weile nachdenken, bis einem jemand einfällt, der in letzter Zeit effektiv etwas für den Frieden unternommen hat. Zum Beispiel gab es einige Präsidenten südamerikanischer Staaten, die mit einer raschen Initiative einen offenen Krieg zwischen Kolumbien und (...)

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Unser Leitartikel:
Wir zahlen nicht für eure Krise!

Von Januar bis Mitte September meldeten 472 Firmen Konkurs an. Davon betroffen waren 1.127 Schaffende, die ohne eigenes Verschulden ihren Arbeitsplatz los waren. Im Finanzsektor wurden in den letzten 12 Monaten um die 1.000 Posten abgebaut, die Streichung von 500 weiteren Arbeitskräften – Dexia BIL und Landesband Baden Württemberg – wurde bereits angekündigt. Auch im Industriesektor wütete in den letzten Monaten der Rotstift. Entweder wurden Teile der Produktion ausgelagert oder sämtliche (...)

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Unser Leitartikel:
Vom Indexklau zum Sozialabbau

Noch vor den Parlamentswahlen von Juni 2009 hatte Premierminister Juncker durchblicken lassen, 2010 werde es möglicherweise keine Rückkehr zum eigentlichen Indexmechanismus geben, sollte die Inflation nicht unter 2 Prozent fallen.
Juncker stieß diese Drohung zu einem Zeitpunkt aus, als die Inflationsrate sich bereits im freien Fall befand und man davon ausgehen konnte, dass die Energiepreise, die zuvor einen regelrechten Inflationsschub ausgelöst hatten, infolge der kapitalistischen (...)

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Unser Leitartikel:
Maas oder Müller?

Im Saarland, wo »wir Luxemburger und wir Saarländer« laut Premier Juncker »keine rot-rote Erneuerung (brauchen)«, wollen die Grünen am Sonntag auf einem Parteitag entscheiden, ob sie zusammen mit der bislang alleinregierenden CDU und der FDP über eine »Jamaika«-Koalition verhandeln, oder ob sie Junckers Freund Peter Müller zusammen mit der SPD und der Partei Die Linke aus dem Ministerpräsidentenamt vertreiben wollen, indem sie siche für Heiko Maas von der SPD zum Regierungschef des kleinsten deutschen (...)

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Unser Leitartikel:
Konkurse: Schaffende besser schützen

Meldet eine Firma Konkurs an, so sind es in erster Linie die Schaffenden, die stets am schlimmsten von der Pleite betroffen sind. Sie verlieren nämlich nicht »nur« ihren Arbeitsplatz, nein, sie sind auch meistens eine längere Zeit ohne Einkommen. Denn das Superprivileg, eine von den Gewerkschaften erkämpfte Entschädigung, gelangt in der Regel erst nach drei oder vier Monaten zur Auszahlung.
Schlecht ist es während diesen langen Wochen um jene bestellt, die keine oder nur unzureichende Reserven (...)

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Unser Leitartikel:
Demokratie zurechtgebogen

Was nicht paßt, wird passend gemacht. So lautet ein alter Handwerkerspruch. Eine solche Operation haben wir nun in Irland erlebt, live und in Farbe und mit all ihrer bizarren Häßlichkeit.
Die Ausgangslage ist bekannt, wenn auch immer noch ein wenig verworren: Die Bestimmenden in der EU, also die Leute, die wirklich die Macht haben, die Chefs der großen Banken und Konzerne, waren vor Jahren der Meinung, sie müßten mit der EU noch mehr Profit machen als bisher. Dazu muß dieses Machtinstrument der (...)

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Unser Leitartikel:
Schluss mit dem Schönreden!

Im Schönreden waren Luxemburgs bürgerliche Politiker noch immer Spitze. So auch vor den Wahlen, als sie partout nicht in deutlichen Worten über die sich dramatisch zuspitzende Situation auf dem Arbeitsmarkt diskutieren wollten. Weder im Parlament, noch in ihren Wahlnummern. Schlechte Nachrichten hätten sicherlich auch nicht auf das farbenprächtige Glanzpapier gepasst, mit denen sie während Wochen Luxemburgs Haushalte »beglückten«. Mit allen Mitteln wurde versucht, den Deckel bis nach dem Urnengang (...)

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Unser Leitartikel:
Der Reichtum, der unsre Armut schafft

Die weltweite kapitalistische Krise geht in ihr drittes Jahr. Längst haben sich die noch bis zum Herbst vergangenen Jahres beschworenen Hoffnungen, die Auswirkungen der Krise ließen sich auf bestimmte Teile des Weltfinanzmarktes begrenzen und von der sogenannten Realwirtschaft fernhalten, als Illusion erwiesen. Ende September hatten in Luxemburg 122 Betriebe fast 10.000 Beschäftigte auf Kurzarbeit gesetzt, was für die Betroffenen und ihre Familien erhebliche Lohneinbußen zur Folge hat. (...)

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Unser Leitartikel:
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Wenige Tage, nachdem sie die Luxemburger Tochtergesellschaften von Fortis und Dexia mit 2,876 Milliarden Euro vor dem Bankrott gerettet hatte, warb die Regierung im Oktober 2008 mit einem »Staatshaushalt des Vertrauens« und kleinen Geschenken nach dem Gießkannenprinzip geworben.
Das war eine Irreführung der Öffentlichkeit, die gedacht war, bessere Voraussetzungen für die Parlamentswahlen vom 7. Juni 2009 zu schaffen, was sich zumindest für die CSV ausgezahlt hat. Nach den Wahlen hat es sich dann (...)

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