Leitartikel

Letzter Eintrag : 20. Juli.

Unser Leitartikel:
Notstandsgebiet Kirchberg: Wem nützt es?

Der CSV-Staat liebt die Bauern nicht wirklich, oder nur dann, wenn sie am Wahltag ihre eigenen Metzger wählen oder angesichts einer EU-Agrarpolitik, die sich für immer mehr Bauern zu einem Desaster entwickelt hat, wie Schafe mit dem Kopf nicken und sich in die gottgegebene Ordnung fügen. Ansonsten aber traut man ihnen nicht über den Weg, erst recht dann nicht, wenn sie mit ihren Traktoren aus dem Ausland kommen.
Diese Abneigung ging seinerzeit soweit, dass ein Luxemburger Armeeminister scharfe (...)

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Unser Leitartikel:
Vorschlag für eine neue NATO-Strategie

Auf Kirchberg hatten sich gestern unter der politischen Leitung einiger heißer Krieger mehrere Politiker und sogenannte Experten zu einem von vier geplanten Seminaren getroffen, um über »das Hauptziel und die Hauptaufgaben der NATO in einem neuen strategischen Umfeld« nachzudenken, wie es Außenminister Asselborn formulierte.
Das ist an sich eine ehrbare Zielstellung. In einer Welt, in der alle sechs Sekunden irgendwo ein Kind verhungert, ist es wahrlich an der Zeit, über das Ziel und die (...)

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Unser Leitartikel:
Arbeit umverteilen!

Angesichts drohender Massenentlassungen – Statec und Zentralbank gehen bekanntlich davon aus, daß die Arbeitslosigkeit in Luxemburg in den nächsten zwei Jahren noch einmal um 50 Prozent zunehmen wird – ist es höchste Zeit, daß die Gewerkschaften ihre Forderung nach kollektiver Arbeitszeitverkürzung wieder in den Mittelpunkt ihrer Kollektivvertragspolitik, ja ihrer Politik insgesamt, stellen.
Die Verkürzung der wöchentlichen und der Lebensarbeitszeit ist der zentrale strategische Hebel der (...)

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Unser Leitartikel:
Vom Nutzen gesellschaftlichen Eigentums

Während in Luxemburg eine schleichende Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen vonstatten geht, und gerade ein Gesetz in der Abgeordnetenkammer gestimmt wurde, das es Gemeinden, die an privaten Gas- und Elektrizitätsgesellschaften beteiligt sind, ermöglicht, Gemeindepersonal auszulagern, findet in unseren Nachbarländern bereits ein Umdenken statt, was den Umgang mit öffentlichem Eigentum angeht.
Dieses Umdenken erfolgt, weil es sich zeigte, dass die Privatisierungspolitik dazu führte, (...)

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Unser Leitartikel:
Es geht noch lange nicht besser

Hatte sich die kapitalistische Finanz- und Wirtschaftskrise zu Beginn des Sommers in den Sommerurlaub verabschiedet? Waren etwa für die Dauer der Schönwetterperiode der in den Betrieben rücksichtslos wütende Rotstift in die unterste Schublade verstaut, die Angriffe auf die Löhne gestoppt, die Entlassungen ausgesetzt und der Pleitegeier auf später vertröstet worden? Keineswegs.
Nichtsdestotrotz wurde die neue Parlamentssession erst gestern auf Krautmarkt eröffnet. So als wenn es die dunklen Wolken (...)

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Unser Leitartikel:
Von Preisen und Bomben

Mit den Auszeichnungen ist es wie mit den Bomben, sagt eine alte Weisheit: Fast immer trifft es die Unschuldigen. Das norwegische Komitee, das für die Vergabe der Friedenspreise zuständig ist, hat es aber auch nicht leicht. Man muß schon eine Weile nachdenken, bis einem jemand einfällt, der in letzter Zeit effektiv etwas für den Frieden unternommen hat. Zum Beispiel gab es einige Präsidenten südamerikanischer Staaten, die mit einer raschen Initiative einen offenen Krieg zwischen Kolumbien und (...)

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Unser Leitartikel:
Wir zahlen nicht für eure Krise!

Von Januar bis Mitte September meldeten 472 Firmen Konkurs an. Davon betroffen waren 1.127 Schaffende, die ohne eigenes Verschulden ihren Arbeitsplatz los waren. Im Finanzsektor wurden in den letzten 12 Monaten um die 1.000 Posten abgebaut, die Streichung von 500 weiteren Arbeitskräften – Dexia BIL und Landesband Baden Württemberg – wurde bereits angekündigt. Auch im Industriesektor wütete in den letzten Monaten der Rotstift. Entweder wurden Teile der Produktion ausgelagert oder sämtliche (...)

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Unser Leitartikel:
Vom Indexklau zum Sozialabbau

Noch vor den Parlamentswahlen von Juni 2009 hatte Premierminister Juncker durchblicken lassen, 2010 werde es möglicherweise keine Rückkehr zum eigentlichen Indexmechanismus geben, sollte die Inflation nicht unter 2 Prozent fallen.
Juncker stieß diese Drohung zu einem Zeitpunkt aus, als die Inflationsrate sich bereits im freien Fall befand und man davon ausgehen konnte, dass die Energiepreise, die zuvor einen regelrechten Inflationsschub ausgelöst hatten, infolge der kapitalistischen (...)

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Unser Leitartikel:
Maas oder Müller?

Im Saarland, wo »wir Luxemburger und wir Saarländer« laut Premier Juncker »keine rot-rote Erneuerung (brauchen)«, wollen die Grünen am Sonntag auf einem Parteitag entscheiden, ob sie zusammen mit der bislang alleinregierenden CDU und der FDP über eine »Jamaika«-Koalition verhandeln, oder ob sie Junckers Freund Peter Müller zusammen mit der SPD und der Partei Die Linke aus dem Ministerpräsidentenamt vertreiben wollen, indem sie siche für Heiko Maas von der SPD zum Regierungschef des kleinsten deutschen (...)

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Unser Leitartikel:
Konkurse: Schaffende besser schützen

Meldet eine Firma Konkurs an, so sind es in erster Linie die Schaffenden, die stets am schlimmsten von der Pleite betroffen sind. Sie verlieren nämlich nicht »nur« ihren Arbeitsplatz, nein, sie sind auch meistens eine längere Zeit ohne Einkommen. Denn das Superprivileg, eine von den Gewerkschaften erkämpfte Entschädigung, gelangt in der Regel erst nach drei oder vier Monaten zur Auszahlung.
Schlecht ist es während diesen langen Wochen um jene bestellt, die keine oder nur unzureichende Reserven (...)

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