Leitartikel

Letzter Eintrag : 22. September.

Handlanger des Kapitals

Die Statistiken zum Jahreswechsel waren erschreckend. Denn die Zahl der an der Grenze des Armutsrisikos oder bereits deutlich in Armut lebenden Menschen hat weiter zugenommen. Und zwar massiv. Und dies nicht etwa nur in Afrika, Lateinamerika oder Asien. Nein, auch in den USA – dort ganz besonders – und in Europa. Auch im reichen Luxemburg.
So haben auch hierzulande immer mehr Haushalte größer werdende Probleme, um über die Runden zu kommen. Und zwar in einem Ausmaß, dass sich inzwischen (...)

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Imperialistische Prioritäten

Mit sechs Milliarden Dollar können wir Hungersnöte und ähnliches bekämpfen. Aber wir können damit nicht verhindern, daß überall auf der Welt Menschen an Hunger sterben. Würden wir noch einmal fünf oder sechs Milliarden Dollar dazutun, könnten wir das. Die Fähigkeiten haben wir.
Josette Sheeran, Direktorin des Welternährungsprogramms der UNO (WFP), am 24.11.2008 in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«
Vom 29. November bis zum 2. Dezember 2008 fand in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, die zweite (...)

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Reformistischer Spielraum

Mit einer konstituierenden Plenarversammlung nahm die neu gewählte »Chambre des salariés« diese Woche ihre Arbeit auf. Die Schaffung der Berufskammer der Lohnabhängigen geht auf das Gesetz über das Einheitsstatut in der Privatwirtschaft, das im Jahr 2008 in Kraft trat, zurück. Aufgehoben wurde damit die Aufteilung der Schaffenden in Privatangestellte und Arbeiter, was auch zur Folge hatte, dass aus der Arbeiterkammer und der Privatbeamtenkammer die »Chambre des salariés« wurde.
Das ist ein (...)

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Das Wunder des Generals Petraeus

In den bürgerlichen Medien wird der zeitweilige Oberbefehlshaber der USA im Irak, General Petraeus, hoch gelobt, weil ihm der angebliche Rückgang der Attentate und dementsprechend auch der menschlichen Verluste im besetzten Irak als Erfolg zugeschrieben wird. Doch nicht nur die jüngsten Anschläge in Bagdad und Umgebung mit hohen Verlusten machen deutlich, daß die Realität eine etwas andere ist.
Gegen Mitte des Jahres 2007 waren die Verluste der US-Besatzer im Irak am höchsten. Es gab Monate, da (...)

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Schwarz-Weiß-Malerei

Wer will Frieden im Nahen Osten? Diese Frage ist in diesen Tagen besonders schwer zu beantworten. Leichter ist die Antwort auf die Frage, wer den Frieden NICHT will.
Da ist zunächst Israel. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß man diesen Staat als Aggressor bezeichnen kann: Während des mit der Hamas vereinbarten Waffenstillstandes fanden Dutzende israelische Angriffe im Gazastreifen und im Westjordanland statt, in deren Verlauf immer wieder Palästinenser ermordet wurden. Jerusalem machte mehr als (...)

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Die »Krankekeess« geht, die »Gesondheetkeess« kommt, die Probleme bleiben

Zum Jahreswechsel gehört dazu, eine gute Gesundheit zu wünschen. Oft wird dann noch hinzugefügt, Gesundheit sei immerhin wichtiger als Geld, doch wer beides nicht hat, der wird schnell feststellen können, dass im Gesundheitswesen so manches im Argen liegt. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass Menschen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser stundenlang warten müssen, weil es nicht genug Allgemeinmediziner und medizinisches Personal gibt.
Viel Aufsehens wurde bekanntlich darum gemacht, dass die (...)

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Auf ein Neues!

Wird das Jahr 2009 so beginnen, wie das Jahr 2008 endet? Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die kapitalistische Welt fest im Griff, und die Kriege in Afghanistan und Irak sowie der Staatsterrorismus der israelischen Regierung gegen Gaza sind blutige Zeugen dafür, wie der Imperialismus versucht, seine Interessen in der Welt durchzusetzen. Das alles hat seine Auswirkungen auf Luxemburg.
Eine Rekordarbeitslosigkeit, mehr als 4.000 Kurzarbeiter, 1.000 Arbeitsplätze, die in der (...)

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Einseitige Anschuldigungen?

Am Sonntag unternahm ein Moderator des britischen TV-Senders BBC den Versuch, einen Sprecher des israelischen Außenministeriums nach der »Verhältnismäßigkeit« der israelischen »Militäroffensive« gegen Gaza zu befragen. Der israelische Diplomat hob zu langen Ausführungen über die Gefahren an, denen die israelische Bevölkerung durch die palästinensischen Kassam-Raketen ausgesetzt sei. Auf die konkrete Frage des britischen Journalisten, der garantiert keiner kommunistischen Hinterlistigkeit beschuldigt (...)

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Hurra, wir haben wieder gerettet

Die frohe Botschaft kam am 20. Dezember, rechtzeitig vor Weihnachten. »Arbeitsplatzgarantie für über 6.000 Mitarbeiter«, meldete das »Tageblatt«, »Der Stahlstandort ist sicher«, verkündete das »Luxemburger Wort«.
Auch auf die Gefahr hin, als Spielverderber zu gelten, werden wir nicht in Jubel verfallen, sondern die Frage stellen, für wie blöd die Patronats-, Regierungs- und Gewerkschaftsvertreter, die verkündeten, die Stahlstandorte seien abgesichert, die Beschäftigten aus der Stahlindustrie eigentlich (...)

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Menschenrechte – für wen?

Wer erinnert sich im Weihnachtstrubel noch daran, daß in diesem Monat, vor gerade mal 13 Tagen, der 60. Jahrestag der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begangen wurde? Kurz vor jenem Jahrestag hatte übrigens die Europäische Union, das absolute Lieblingsprojekt unseres geliebten Premiers, eine ganz besondere »Würdigung« vorbereitet. Am liebsten wollten die Damen und Herren aus Brüssel die Deklaration ja zum Mond schießen, aber da dorthin gerade keine Raketen unterwegs waren, (...)

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