Leitartikel

Letzter Eintrag : 22. Februar.

Unser Leitartikel:
Tödliche Patente

So wie die Tatsache, daß jeder siebte der derzeit etwa 6,75 Milliarden Erdbewohner permanent schwerstens unterernährt ist, obwohl die heutige Landwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, gehört es zur perversen Logik des kapitalistischen Profitsystems, daß die dringliche Behandlung von Millionen Patienten in aller Welt nicht an der Verfügbarkeit von Medikamenten, sondern an hohen Preisen scheitert.
Aufgrund langjähriger Patente können die Hersteller von Markenpräparaten wahre (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Der Kapitalismus ist nicht zu retten

Während der Systemauseinandersetzung mit der Sowjetunion hatte der Kapitalismus manche sozialen Zugeständnisse machen müssen, um sich als das »bessere System« hinzustellen und die schaffenden Menschen davon abzuhalten, grundlegende Veränderungen in den bestehenden Ausbeuter- und Besitzverhältnissen vorzunehmen.
Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte der Kapitalismus allerdings alles daran, sich so schnell wie möglich von seinem sozialen Mäntelchen zu befreien. Gesetzliche Hindernisse, die dem (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Mehr Kaufkraft durch höhere Löhne

Sozialabbau, Kaufkraftverlust, zunehmende Armut sowie die dramatische Situation auf dem Arbeitsmarkt mit 13.000 Arbeitslosen, rund 3.000 Teilinvaliden ohne Arbeit, annähernd 3.000 Arbeitsuchenden in Beschäftigungsmaßnahmen und rund 10.000 Kurzarbeitern, werden sicherlich sowohl bei den Kundgebungen zum 1. Mai wie auch bei der Protestkundgebung der Gewerkschaften am 16. Mai 2009 verständlicherweise im Mittelpunkt der Kritik stehen.
Jedoch auch dem immer arroganteren und rücksichtsloseren (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Obamas Schießbefehl

Nun hat also auch der neue USA-Präsident Blut an den Händen. Angesichts des Kapitäns eines US-Frachters, der von der Presse zum großherzigen Seebären hochstilisiert worden war, erteilte der Präsident persönlich den Schießbefehl. Und die Medien haben etwas zu feiern. Drei Piraten wurden mit nur drei Schüssen erledigt, der Helden-Kapitän ist frei und wird demnächst Ehrenbürger seines Heimatdorfes.
Aber hätte der wackere Präsident in seinem emsigen Streben nach Verbesserung der Welt nicht erstmal das (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
»Kapitalismuskritiker«

Es ist schon lustig, wie seit den ersten Erschütterungen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise über Nacht »Kapitalismuskritiker« wie Pilze aus dem Boden schießen. Plötzlich wollen all jene, die sich noch vor einem Jahr als Minnesänger des Kapitalismus betätigten und die Kommunisten als »Anhänger einer Ideologie aus dem 19. Jahrhundert« lächerlich machen wollten, es schon immer gewusst haben.
Der Wirtschafts- und Sozialrat, eine jener Institutionen, die seinerzeit geschaffen wurde, um die (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Taten statt leerer Wahlversprechen

Die schlechten Nachrichten aus den Betrieben reißen nicht ab. So teilte ArcelorMittal am Mittwoch mit, die Produktion weiter massiv zurückzufahren und 310 Mitarbeiter zusätzlich in die »cellule de reclassement« (CDR) zu transferieren, so dass inzwischen fast jeder zehnte Beschäftigte dem während der Stahlkrise eigens für die Stahlindustrie geschaffene Kriseninstrument angehört.
Wie befürchtet, hat sich die Situation allerdings nicht allein in der Stahlindustrie, sondern abermals insgesamt (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Augen der Kinder

Das Foto auf unserer Seite 1 gehört zu den erschütterndsten, die in der letzten Zeit zu sehen waren. Eine Hilfsorganisation verteilt im Armenviertel Tondo der philippinischen Hauptstadt Manila Suppe an Kinder. Schauen Sie für einen Moment – vielleicht für sechs Sekunden – in die Augen der Jungen. Sehen Sie die Vorfreude des Jungen, der dem Becher und der verheißungsvollen Suppenkelle am nächsten steht? Niemand weiß, wann er zum letzten Mal so etwas Gutes essen durfte – und niemand weiß, wann er (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Wenn junge Menschen wie Restmüll behandelt werden

Würde man eine Hitparade der Probleme aufstellen, bei deren Lösung die Regierung versagt hat, würde die Arbeitslosigkeit mit Sicherheit einen der ersten Plätze unter den Top Ten einnehmen.
Doch die so tüchtige Regierung und der noch tüchtigere Premierminister haben natürlich besseres zu tun und haben keine Zeit, sich um solche »Nebensächlichkeiten« wie die Arbeitslosigkeit zu kümmern. Wichtiger ist, die Verluste der Banker zu verstaatlichen und die Profite der Arbeitsplatzvernichter à la Mittal, (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Traum von der atomwaffenfreien Welt

Wenn die NATO und die EU den Beweis erbringen wollten, daß sie weder auf der Höhe der Zeit sind noch für Frieden und Abrüstung eintreten, dann haben sie das am Wochenende sehr eindrucksvoll geschafft. Und sie haben nachgewiesen, daß sie nicht nur absolut nutzlos sind, sondern daß sie dringend aufgelöst werden müssen, weil sie durch ihre Existenz und ihre Politik eine Gefahr für die Menschheit darstellen.
Da wurden am Sonntagmorgen in Prag Worte in die Welt hinaus gesprochen, die schon seit über (...)

>> mehr

Unser Leitartikel:
Warum sollten die Arbeitslosen sich über die Tüchtigkeit des Premierministers freuen?

»Bei uns kann sich das Volk zu Recht über die Tüchtigkeit herausragender Politiker wie Jean-Claude Juncker freuen« schrieb das »Luxemburger Wort« im Dezember 2007. Tüchtig ist der Mann, das muss man ihm lassen – nur sollte man anhand der Erfahrungen der vergangenen Jahre schauen, wem diese Tüchtigkeit genutzt hat. Man müsse die Probleme lösen, wenn sie klein sind, ist einer der coolen Kernsätze, mit denen der tüchtige Premierminister seinen Tatendrang gerne öffentlich kundtat.
Stimmen seine Worte aber (...)

>> mehr

... | 2080 | 2090 | 2100 | 2110 | 2120 | 2130 | 2140 | 2150 | 2160 |...