Leitartikel

Letzter Eintrag : 27. Juni.

Unser Leitartikel:
Die Wahl des »kleineren Übels«?

Als Donnerstagmorgen der Blätterwald aufatmete und den Sieg der rechtsliberalen VVD von Premierminister Mark Rutte bei den Wahlen in den Niederlanden verkündete, fiel besonders auf, daß EU-weit bis weit ins linke Spektrum mit Rutte gefeiert, wie zuvor gefiebert wurde. Ein kleiner aber vielsagender Fauxpas in einem Text von radio 100,7 zum Wahlergebnis spiegelte dieses Phänomen vielsagend wider: »Fir d’eicht emol sin ech frou, datt net dem Geert Wilders seng riets-liberal Partei am beschten (...)

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Unser Leitartikel:
Welche Interessen bedient Trump?

Nachdem sie ihren Teil zum Sieg über den Hitlerfaschismus beigetragen hatte, wurde der britischen Arbeiterklasse nach dem Zweiten Weltkrieg ein kostenloses staatliches Gesundheitssystem nach sowjetischem Vorbild zugestanden, das für alle da ist, und das alle gleich behandelt. Nur Kindern und medizinischen Notfällen wird (verständlicherweise) eine Sonderbehandlung zuteil. Wer mal auf den britischen Inseln einen Arzt aufsuchen mußte, weiß, warum die Schaffenden dort »ihr« NHS mit Zähnen und Klauen (...)

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Unser Leitartikel:
Eine offensivere Lohnpolitik muss her

Glaubt man den Zahlen von »Eurofound«, so hätten die arbeitenden Menschen im Vorjahr hierzulande kaum nennenswerte inflationsbereinigte Einkommenseinbußen erllitten. Handelt es sich also nur um Schwarzmalerei, wenn kritische Stimmen unaufhaltsam darauf hinweisen, dass stagnierende Löhne, Sozialabbau, Taxenerhöhungen, steigende Preise für Grundnahrungsmittel und immer teurer werdende Mietwohnungen die Haushaltskassen vieler Schaffenden inzwischen derart belasten, dass immer mehr Haushalte (...)

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Unser Leitartikel:
Net mat Zoossiss ugestréckt

Weil die Regierungsparteien befürchteten, die von ihnen durchgeführte Austeritätspolitik könnte sie bei den Chamberwahlen im Jahre 2018 teuer zu stehen kommen, beschlossen sie, einen Teil des Geldes, das sie den Schaffenden und Rentnern aus der Tasche gezogen hatten, über Steuererleichterungen zurückzugeben.
Aber die Kompensationen für die kleinen und mittleren Einkommen gehen nicht weit genug, umso mehr gleichzeitig noch einmal riesige Steuergeschenke an das Großkapital gemacht wurden, während (...)

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Unser Leitartikel:
Arroganz der Macht

»Polen manövriert sich ins Abseits«, schreibt eine Luxemburger Tageszeitung nach dem handfesten Eklat beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel. Wahrscheinlich wissen die Kollegen selbst, daß das nicht der Wahrheit entspricht, zu der sie sich in ihrem Zeitungskopf bekennen. Denn der eigentliche Skandal besteht darin, daß Polen ins Abseits manövriert wurde, und zwar vor allem von der deutschen Führungsmacht und deren Verbündeten.
Man kann zu der gegenwärtigen polnischen Regierungspartei und ihren (...)

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Unser Leitartikel:
Rückschau Frauentag

Der Internationale Frauentag 2017 ist Geschichte und mit ihm, wie wohl jedes Jahr, die Frage, was für Rückschlüsse aus diesem Tag für den Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Gesellschaft gezogen werden können.
Da sind auf der einen Seite die traditionellen Artikel zum Thema in den Medien, die auf die eine oder andere Art darauf Aufmerksam machen sollen, daß Frauen an diesem Tage besonders gewürdigt werden sollten. Die Oberflächlichkeit, mit welcher in den meisten Artikeln und (...)

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Unser Leitartikel:
Veränderung beginnt auf kommunaler Ebene

In genau sieben Monaten, am 8. Oktober 2017, werden Gemeinderatswahlen stattfinden. Bis dahin werden zahlreiche Bürgermeister, Schöffen, Gemeinderäte und Kandidaten als Hansdampf in allen Gassen von Generalversammlung zu Generalversammlung und von Fest zu Fest eilen, und ihre Parteien werden in Glanzbroschüren all die Versprechen, die sie während der vergangenen Jahre nicht erfüllten, neu aufwärmen und neue Versprechen hinzufügen, um die Wählerinnen und Wähler zu umgarnen und deren Stimmen zu (...)

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Unser Leitartikel:
Scheingefechte mit Erdogan

Glaubt man den hochgepeitschten Wogen im Blätterwald, dann ist das Zerwürfnis mit Ankara an einem Punkt angekommen, der nur noch als irreparabel bezeichnet werden kann. Der Despot vom Bosporus feuert eine gezielte Salve nach der anderen in Richtung Berlin, und er legt auch noch nach, wenn man meint, es könne nicht noch dümmer kommen.
»Nazi-Praktiken«, so schallt es aus der Türkei in die Richtung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, nachdem in den letzten Tagen einige Bürgermeister dazu (...)

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Unser Leitartikel:
Von Nebenschauplätzen und einem Riß

Für diese Zeitung wie auf für die Kommunistische Partei bedarf es nicht des Internationalen Frauentages, um auf die Probleme der Putzfrauen aufmerksam zu machen. Wenn wir dennoch im Vorfeld des 8. März dieses Thema aufgreifen, dann weil dieses und andere soziale Themen von bürgerlichen Kräften, die auch in der in der Frauenbewegung dominieren, gern unter den Teppich gekehrt werden und stattdessen über alle möglichen tatsächlichen und vermeintlichen Frauenprobleme gesprochen wird, nur nicht über die (...)

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Unser Leitartikel:
»Was für eine Scheiße!«

Bei dem Titel handelt es sich um ein Zitat, von Mister Europa persönlich. Laut Agenturmeldungen hat EU-Kommissionschef Juncker mit diesem Ausdruck auf Kritiken reagiert, kurz nachdem er seine Vorstellungen über eine mögliche Zukunft der Europäischen Union den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg vorgetragen hatte. »Was für eine Scheiße!« bezieht sich also auf die kritischen Bemerkungen, nicht etwa auf die Vorschläge des Herrn Juncker. Das muß nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion (...)

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