Nationale Politik
Letzter Eintrag : 17. Mai.
Verständigungsprobleme wegen Postliberalisierung
Kann man von einem Briefträger erwarten, daß er Luxemburgisch versteht?
Kann man von einem Briefträger, der in Luxemburg die Post austrägt, erwarten, daß er Luxemburgisch versteht? Bis vor einem guten Jahr konnte man das. Der Beruf des Briefträgers war ein Lehrberuf, und jeder, der ihn ergreifen wollte, mußte zumindest Luxemburgisch verstehen, sprechen, lesen und schreiben können. Doch im Zuge der – teils von Brüssel diktierten, teils von der Regierung gewünschten – Liberalisierung werden bei der öffentlich-rechtlichen Post inzwischen keine Briefträger mehr im Statut (...)
Juncker und Frieden seit 2006 informiert
Der »Service de Renseignement« kam 2005 zur Schlussfolgerung, dass die NATO-Geheimorganisation »Stay behind« die Sprengstoffanschläge, die dem »Bommeleeër« angedichtet wurden, durchgeführt hat und informierte Anfang 2006 Premierminister Juncker und Justizminister Frieden über seine Erkenntnisse. Weder der Premier noch der Justizminister gaben diese Informationen aber an die Justiz weiter. Doch es ist nicht auszuschließen, dass das Gespräch heimlich aufgezeichnet wurde.
RTL-Radio Lëtzebuerg berichtete (...)
25 Jahre Flugrettung über Verein
Im April 1988 wurde der Verein »Luxembourg Air Rescue« (LAR) gegründet. Außerhalb Luxemburs waren Rettungshubschrauber längst Teil des Notarztsystems, in Luxemburg wurde damals gerade erst sowas aufgebaut – und die Protection Civile sammelte 2000 Unterschriften gegen Rettungshubschrauber und Air Rescue. René Closter, Gründungsmitglied und immer noch voll engagierter LAR-Präsident trocken: »Wir hatten damals keine Freunde zu verlieren, denn wir hatten keine!«
Etlichen Gründungsmitgliedern war klar, (...)
Die Ermittler wurden ausgebootet
Nach der Enthüllung von RTL-Radio Lëtzebuerg, der Geheimdienst habe Premierminister Juncker und Justizminister Frieden bereits im Januar 2006 von seinen Erkenntnissen informiert, eine Gruppe der NATO-Geheimorganisa-tion »Stay behind« habe die zwischen 1984 und 1986 erfolgten Sprengstoffanschläge durchgeführt, beschloß das Gericht gestern, kommende Woche das Dossier »Stay behind« auf die Tagesordnung des Prozesses zu setzen. In den Zeugenstand gerufen werden dann auch nacheinander die am Gespräch (...)
Statec meldet 12.000 neue Einwohner
Am 1. Januar betrug die Bevölkerungszahl 537.039
Wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte, betrug die Einwohnerzahl Luxemburgs am 1. Januar 537.039. Das waren 12.186 Personen mehr als vor einem Jahr. 2012 wurden demnach 6.026 Geburten und nur 3.876 Todesfälle registriert. Das Bevölkerungswachstum ist aber vor allem auf Einwanderung zurückzuführen. Laut Statec verlegten im vergangenen Jahr 20.478 Personen ihren Wohnsitz ins Großherzogtum und 10.442 verließen es.
Im Vergleich zu 2011 hat die Geburtenrate um 6,9 Prozent zugelegt, während die (...)
Zufrieden im Job durch Gleichstellung
Gestern stellten die Ministerinnen Hetto und Modert gemeinsam mit der ausführenden Beratungsgruppe »Eurogroup Consulting« die Ergebnisse einer Erhebung zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz, zur Gleichstellung von Mann und Frau und zu Problemen in diesem Zusammenhang vor. Teilgenommen hatten rund 2.000 Personen aus fünf öffentlichen Einrichtungen, was etwa 8 Prozent der Gesamtbelegschaft des öffentlichen Sektors entspreche. Bei der Befragung auf freiwilliger Basis kamen sowohl objektive Faktoren wie (...)
Zehn Tage nach dem Rechtshilfeersuchen knallte es
Am Mittwoch ging Ermittler Carlo Klein näher auf die Observierung von Ben Geiben und auf die Vernehmungen der früheren Kriminalpolizisten ein, die am 19. Oktober 1985 die Observierung des früheren Chefs der Antiterrorbrigade der Gendarmerie ein, der verdächtigt wurde, die Bombenanschläge durchgeführt oder daran beteiligt gewesen zu sein.
Deutlich wurde gestern erneut, dass Geiben von der Observierung wusste und sich darüber bei Generalstaatsanwalt Camille Wampach beschwert hatte. Deutlich wurde (...)
Unser Leitartikel:
Stress und Mobbing, neue Krankmacher
Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass in den Betrieben Druck, Stress, Konkurrenzkampf und Mobbing massiv zugenommen haben. Was dazu geführt hat, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert haben. Eine Entwicklung, die den arbeitenden Menschen auch gesundheitlich immer mehr zu schaffen macht.
Es ist nämlich wissenschaftlich bewiesen, dass häufiger Stress, Druck und Mobbing negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Schaffenden (...)
Sekundarschulreform steht
Im früheren Leben war Erziehungsministerin Mady Delvaux-Stehres Französisch-Professorin, weswegen es nicht überraschte, als sie zu Beginn des gestrigen Pressefrühstücks mitteilte, sie sei »seraine«, also froh. Die »Denkpause« sei hilfreich gewesen, der Text zur Sekundarschulreform sei besser geworden, als er war.
Das ist schön, auch wenn es immer noch Leute gibt, die die Diskussionsbereitschaft der Ministerin nicht würdigen. Aber: es gibt für die Schule nichts Schlimmeres, als wenn sie in einer (...)
Umstrukturierungen sollen helfen
Am Dienstagmorgen lud das »Objectif Plein Emploi« (OPE) ein, um der Gerüchteküche etwas den Dampf vom Kessel zu nehmen. So bekamen als erstes auch unqualifizierte Stellungnahmen von ehemals dem OPE verbundenen Personen ihr Fett weg.
Vizepräsident Henry welschbillig bestätigte anschließend allerdings die finanzielle Schieflage und daß tiefgreifende Umstrukturierungen vonnöten seien, um den Kahn in ruhigere Gewässer zu lenken. Ein erster harter Schritt in diesem Zusammenhang ist der Sozialplan, mit dem (...)
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