Internationale Politik

Letzter Eintrag : 18. Oktober.

Terroristen auf der Flucht

Syrische Armee nimmt Stadt Al-Majadin ein und rückt im Osten des Landes vor. Auch Rakka vor dem Fall. Türkei besetzt Idlib

In Syrien haben die Truppen der Armee und ihrer Verbündeten am Wochenende die Stadt Al-Majadin im Osten des Landes eingenommen. Ein Sprecher des syrischen Verteidigungsministeriums bestätigte am Samstag den Einmarsch der Armee in die Stadt, die rund 420 Kilometer östlich von Damaskus in der Provinz Deir Al-Sor am Euphrat liegt. Seit 2012 war Al-Majadin von bewaffneten Gruppen kontrolliert worden, die sich 2014 der Dschihadi­stenmiliz »Islamischer Staat« (IS) unterstellten. Unter Militärs galt sie (...)

>> mehr

Abschied von Padania

Autonomiereferenden in Norditalien: Lega Nord gibt Separatismus auf. Deutsche Einmischung in Südtirol

Am 22. Oktober finden in den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien Volksabstimmungen über eine Ausweitung von Autonomierechten statt. Mit der Lage in Katalonien sind diese allerdings nicht vergleichbar, und so schließt Rom Turbulenzen wie in Spanien bislang aus. Das hängt auch damit zusammen, daß die früher separatistische Lega Nord eine Kehrtwende vollzogen hat, wie am Dienstag die Tageszeitung »La Repubblica« schrieb. Die ultrarechte Partei hat das seit ihrer Gründung 1991 verfolgte (...)

>> mehr

Griechenland im Oktober

EU und Tsipras sehen Ende der Krise – KKE kritisiert Politik für das Kapital

Sieben Jahre Daumenschrauben: 2010 gab es für Griechenland einen ersten »Rettungsschirm« von EU und Internationalem Währungsfonds IWF. Es gab aber keine Rettung. Jedenfalls nicht für Arbeiter, Rentner, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten – für die Arbeiterklasse. Die Bilanz liest sich im »Handelsblatt« oder in der deutschsprachigen, in Athen erscheinenden »Griechenland Zeitung« so: Seit Beginn der Wirtschaftskrise in Griechenland habe sich die Zahl der Teilzeitarbeiter und Langzeitarbeitslosen fast (...)

>> mehr

Huldrych Zwingli, der radikale Reformator

Im Oktober 1531 fiel der Schweizer in der Schlacht bei Kappel

Im Jahr der 500. Wiederkehr der Reformation haben wir Thomas Münzers und Michael Gaismairs gedacht. Unter den großen Gestalten dieser Zeit revolutionärer Erhebungen ist als Dritter Huldrych Zwingli einzufügen. Am 1. Januar 1484 in Wildhaus im Kanton St. Gallen geboren, gehörte er zu den entschiedensten Führern der protestantischen Bewegung Europas, die auch in der Schweiz begleitet von Bauernaufständen in eine frühbürgerliche Revolution mündete. Als Feldprediger begleitete Zwingli die revolutionären (...)

>> mehr

Kein »Paquetazo«

Ecuadors Präsident Lenín Moreno kündigt Wirtschaftsreformen an. Sie seien aber kein neoliberales Sparpaket

Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat in einer von allen Rundfunk- und Fernsehsendern übertragenen Ansprache ein Bündel von Maßnahmen angekündigt, mit denen auf die schwierige Wirtschaftslage des südamerikanischen Landes reagiert werden soll. »Die Exporte sind zurückgegangen, der Erdölpreis ist weiter niedrig, die Bauwirtschaft stagniert und die öffentliche Verschuldung ist sehr schwierig«, begründete der Staatschef seinen Schritt am Mittwoch (Ortszeit). Zugleich betonte er, daß es keinen »Paquetazo« (...)

>> mehr

Milizionäre des Bildes

Ein echter Gewinn: Ein neuer Fotoband zeigt Ernesto »Che« Guevara als unbeugsamen Menschen

Unter den Neuerscheinungen zum 50. Todestag von Ernesto »Che« Guevara sticht dieser Fotoband heraus. Er erschien im Rahmen einer Ausstellung von bisher unveröffentlichten Fotos aus den Jahren 1959 bis 1964, ist jedoch unabhängig davon ein einmaliges Dokument über das Wirken des Arztes und Guerilleros beim Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung in Kuba. Nachdem der Diktator Fulgencia Batista geflohen war und die Rebellen im Januar 1959 im ganzen Land gesiegt hatten, begann – wie Guevara selbst (...)

>> mehr

Zur Sonne, zur Freiheit

Dietmar Dath hat einen Roman über solare Intelligenzen, über Menschen auf dem erdnächsten Stern und über Mathematik geschrieben

»Flecken. Penumbra, Umbra, gigantisch. Sie lebt. Sie hat Zellen, größer als der allgemeinste Gedanke, den er denken kann.« Die Reise zur Sonne gleicht der Szene am Schluß von »2001 – Odyssee im Weltraum«. Der Film, den die Helden fahren, heißt aber »Bürgerkrieg und Magnetstürme«. Die scheinbar disparaten Elemente gehören zusammen: Es sind die solaren Eruptionen, die da miteinander im Hader liegen. Politik auf der Sonne, fortgesetzt mit anderen Mitteln. Gigantische Tornados in der äußeren Atmosphäre des (...)

>> mehr

Hetze gegen Bürgermeisterin

Washington lanciert nach Kritik an mangelnder US-amerikanischer Hilfe für Puerto Rico Kampagne gegen Yulín Cruz

Drei Wochen nachdem der Hurrikan »Maria« große Teile des USA-Außengebietes Puerto Rico verwüstet hat, ist die Regierung in Washington dabei, eine der wichtigsten Akteurinnen der Nothilfe für die Bevölkerung politisch kaltzustellen. Im Fadenkreuz einer von Präsident Donald Trump losgetretenen Kampagne steht derzeit die Bürgermeisterin der puertoricanischen Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz, der Trump wegen ihrer Kritik an der schleppenden USA-Hilfe vorgeworfen hatte, ihre Stadt litte vielmehr (...)

>> mehr

Erst kommt das Fressen

Organisationen und westliche Staats- und Medienvertreter basteln an einer journalistischen Opposition in Kuba

Der Stolz über die Auszeichnung ihres Schützlings war spürbar, als die deutsche »Tageszeitung« (»Taz«) am 2. Oktober berichtete, daß »zum ersten Mal ein Kubaner« einen nach Gabriel García Marquéz benannten angesehenen lateinamerikanischen Journalistenpreis gewonnen habe. Die Wortwahl »gewonnen« statt »verdient« ist eine der wenigen Formulierungen, die der Wahrheit entsprechen. Denn bereits mit der Überschrift »Der Preis geht nach Havanna« täuschte das Blatt seine Leser, auch wenn das dann im Text (...)

>> mehr

»Ich hätte mich ihm natürlich angeschlossen«

Gespräch mit Aleida Guevara March über die Geradlinigkeit ihres Vaters, die Vermarktung seines Porträts und die Beziehung von Kuba zu den Vereinigten Staaten

Frau Guevara, Sie sind Ärztin – wie Ihr Vater. Sie sind Marxistin – wie Ihr Vater – gibt es etwas, worin Sie sich von ihm unterscheiden?
Natürlich. Ich bin eine Frau.
Anders gefragt: Würden Sie manche Entscheidungen anders treffen, als er es tat?
Ich reiche meinem Vater nicht bis an die Oberkante der Schuhsohle. Ich bin Kubanerin, ich versuche, meiner Weltanschauung und meinem Volk gerecht zu werden, aber mir fehlt viel zu seiner Ausstrahlungskraft. Da bleibt mir noch einiges zu tun.
Was kommt (...)

>> mehr

0 | 10 | 20 | 30 | 40 | 50 | 60 | 70 | 80 |...